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Weltcup Kontiolathi/ FIN 02.03.-08.03.2026

Das letzte Trimester startete in Kontiolathi. Nach einer 15-stündigen Anreise kamen wir dort mitten im Winter an. Im Gegensatz zu zuhause lag hier deutlich mehr Schnee und wir wurden sogar mit Schneefall empfangen. Diese Temperaturen und Bedingungen liegen mir deutlich mehr und ich freute mich auf feste Bedingungen auf der Strecke. 

 

Ergebnisse Weltcup Kontiolathi

05.03.2026 15 km Einzel - Platz 20 (1/1/0/1)

07.03.2026 12,5 km Massenstart - Platz 15 (0/1/1/1/)

 

Das Wettkampfwochenende startete mit einem Einzel. Läuferisch kam ich recht gut ins Rennen und konnte dieses Niveau auch über die gesamte Distanz konstant halten. Leider leistete ich mir drei Fehler am Schießstand. Das ist zwar nicht allzu schlecht, reicht bei der engen Konkurrenz aber nicht für eine Topplatzierung. Am Ende wurde es Platz 20 und nur 0,9 Sekunden fehlten auf Rang 19. Diese 0,9 Sekunden trennten mich am Ende auch von der Qualifikation für den Massenstart zwei Tage später über die besten Athletinnen des Wochenendes.

 

Durch die Absage von Amy Baserga rutschte ich dann doch noch in den Massenstart. Die Information hierzu kam wieder sehr kurzfristig, aber das war ich mittlerweile schon gewohnt. Im Massenstart versuchte ich, viel im Feld mitzuschwimmen, was mir recht gut gelang. Mit null Fehlern beim ersten Liegendschießen startete ich zudem gut ins Rennen und leistete mir bei den restlichen Schießeinlagen jeweils einen Fehler. Diese Fehler waren besonders ärgerlich, da man dadurch platzierungsmäßig immer ungefähr an der gleichen Stelle blieb und keinen richtigen Sprung nach vorne machen konnte. Auf der Schlussrunde konnte ich noch einmal alle Kräfte mobilisieren und einige Plätze gutmachen.

 

Trotzdem ich in beiden Rennen jeweils drittbeste Deutsche war, wurde ich leider nicht in der Damenstaffel aufgestellt, worüber ich sehr enttäuscht war.

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Olympia Antholz/ ITA 03.02.-22.02.2026

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele verlief in Obertilliach sehr gut, anschließend ging es weiter nach Antholz. Die Vorfreude auf die Spiele war riesig. Da die Wettkämpfe im Biathlon in Antholz stattfanden, waren wir fern ab der Olympischen Dörfer in Mailand oder Cortina untergebracht. Da viele Aktionen und Möglichkeiten jedoch ausschließlich in Mailand und Cortina stattfanden, konnten wir diese nicht erleben, was ein wenig schade war. 

 

Die Eröffnungsfeier fand erstmals an vier verschiedenen Orten statt. Gerne hätten wir daran teilgenommen, doch aufgrund der langen Fahrzeiten, der erhöhten Ansteckungsgefahr und auch im Sinne des Teamgedankens (Mixed-Athleten würden nicht fahren) wurde gebeten, die Eröffnungsfeier gemeinsam im Hotel zu verfolgen.

 

Das erste Rennen der Spiele war die Mixed-Staffel, für die ich nicht im Aufgebot stand. Die Aufstellung war bereits zu Beginn der Vorbereitung in Obertilliach festgelegt worden. Für die Athletinnen, die nicht nominiert waren, bedeutete das, Testrennen laufen, um sich für die vier Startplätze im Einzel zu empfehlen. Das brachte zusätzliche Wettkampfkilometer mit sich, in einem ohnehin sehr straffen olympischen Programm. 

 

Ergebnisse Olympia Antholz

11.02.2026 15 km Einzel – Platz 55 (0/0/3/1)

14.02.2026 7,5 km Sprint – Platz 52 (2/1)

15.02.2026 10 km Verfolgung – Platz 41 (0/1/1/2)

 

Ich wurde für den Einzelwettkampf nominiert, ein Format, in dem ich mich persönlich nicht ganz so wohlfühle. Trotzdem ging mein olympisches Debüt zunächst gut los. Mit zwei fehlerfreien Einlagen konnte ich stabil ins Rennen starten und lag vor dem dritten Schießen aussichtsreich auf Position fünf. Doch dann leistete ich mir im dritten Anschlag aufgrund einer Schussbildverlagerung drei Fehler. Damit schoss ich mich leider aus dem Rennen. Auch brach ich ab diesem Zeitpunkt läuferisch ein, was ich jedoch erst in der Analyse des Rennens feststellte, da ich meiner Meinung nach bis zum Schluss alles gegeben hatte. Im letzten Stehendschießen kam noch ein weiterer Fehler hinzu. Insgesamt waren es einfach zu viele Fehler, um mit einem guten Ergebnis in die Olympischen Rennen zu starten.

 

Aufgrund dieses Rennens wurde ich zudem nicht im Sprint aufgestellt. Gerade in dem Rennen, indem ich bei der Generalprobe vor einem Jahr noch einen zweiten Platz erreichen konnte. 

 

Unverhofft kommt oft. Aufgrund eines Magen-Darm-Infekts bei Janina Hettich erfuhr ich kurz vor dem Sprint, dass für mich statt Training doch ein Rennen anstand. Ich war motiviert und bereit, die Chance zu nutzen, aber leider begann auch dieses Rennen wieder schlecht. Im Liegendschießen unterliefen mir gleich zwei Fehler, beide so knapp am Rand, dass mein Trainer sie am Schießglas zunächst nicht einmal erkennen konnte. In solchen Momenten fragt man sich schon, warum derzeit einfach so viel Pech zusammenkommt. Im Stehendschießen kam ein weiterer Fehler hinzu, und auf der Schlussrunde ging erneut nicht mehr viel, obwohl sich mein persönliches Laufgefühl eigentlich gar nicht schlecht anfühlte. Mittlerweile war ich ziemlich verunsichert und verstand meine Form selbst nicht so richtig. Vielleicht machte sich die überstandene Corona-Erkrankung in der Höhe doch noch stärker bemerkbar als gedacht.

 

In der Verfolgung hieß es dann Angriff nach vorne, denn von Platz 52 gab es schließlich nicht mehr viel zu verlieren. Bis zum vierten Schießen verlief das Rennen mit zwei Fehlern ordentlich, doch im letzten Anschlag kamen erneut zwei Fehler dazu. In diesem Moment war ich mental einfach nicht mehr richtig da. Läuferisch fiel mir das Mitlaufen in der Gruppe leichter.

 

Fazit zu meinen ersten Olympischen Spielen: Ich bin sehr dankbar über die Erfahrungen, die ich in Antholz sammeln durfte, auch wenn ich mir die Olympischen Spiele im Vorfeld ein Stück weit anders vorgestellt hatte. Es fühlte sich eher wie ein enorm langer Weltcup an. Auch wenn mir bewusst war, dass es insbesondere bei den Winterspielen sehr schwierig ist, alle Sportarten an einen Ort zu bringen, so habe ich mir gerade das Miteinander in einem Olympischen Dorf,  das Miteinander mit Athleten anderer Disziplinen und das Miteinander mit anderen Nationen als das Besondere an Olympia vorgestellt. Leider war das für uns Biathleten in Antholz kaum gegeben und erlebbar.

 

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Weltcup Ruhpolding/ GER 12.01.-18.01.2026

Nachdem ich den Weltcup in Oberhof nicht nutzen konnte, um die Olympianorm des DOSB zu erfüllen, wuchs der Druck immer weiter. Für mich war klar: Ich hatte nur noch die Rennen in Ruhpolding, um die Norm zu schaffen –  zweimal unter die Top 15 oder einmal in die Top 8. Entsprechend groß war die Anspannung vor diesen Wettkämpfen. 

 

Ergebnisse Weltcup Ruhpolding

16.01.2026 7,5 km Sprint – Platz 15 (1/0)

18.01.2026 10 km Verfolgung – Platz 13 (1/0/0/2)

 

Ich ging sehr nervös in den Sprint, und diese Nervosität übertrug sich leider direkt auf das Liegendschießen. Das Zielbild war leicht aufgelöst, und ein Fehler schlich sich ein. Kein guter Start und damit zunächst wieder ein Stück weiter weg von der Norm. Mir war jedoch klar: Jetzt hieß es, im Stehendschießen unbedingt null zu bleiben. Das gelang mir, und mit einer sehr schnellen Schlussrunde konnte ich im Ziel zunächst sogar die Führung übernehmen. Danach begann das Zittern. Viele Athletinnen blieben ebenfalls fehlerfrei und schoben sich noch an mir vorbei – teilweise nur um wenige Sekunden. Doch am Ende war es eine Punktlandung: Platz 15. Eine Teilnorm war damit erfüllt.

 

Die Verfolgung war meine letzte Chance, die Olympianorm zu erfüllen. Entsprechend motiviert ging ich ins Rennen. Ich arbeitete mich von Beginn an gut nach vorne und konnte mich Schießen für Schießen weiter verbessern. Im letzten Anschlag schoss ich sogar um Platz zwei – doch dann passierten mir leider zwei Fehler. In diesem Moment dachte ich nur: Wenn es das gewesen ist … Doch ich gab auf der Strecke noch einmal alles. Am Ende lief ich als 13. ins Ziel – und damit war es geschafft. Mit dem letzten Rennen erfüllte ich die Norm. Eine riesige Last fiel in diesem Moment von mir ab. Jetzt kann kommen, was wolle – mehr Druck kann es eigentlich nicht mehr geben.

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Weltcup Oberhof/ GER 06.01.-11.01.2026

Ich war froh, wieder im Weltcup angreifen zu können – noch dazu beim Heimweltcup in Oberhof. Gleichzeitig gingen mir einige Gedanken durch den Kopf: Wie ist meine Form nach der Krankheit? Und auch die fehlende Olympianorm war präsent, denn die Zeit dafür lief mir langsam davon. Trotzdem überwog die Motivation. Ich war heiß darauf, wieder anzugreifen und mich zu zeigen. 

 

Ergebnisse Weltcup Oberhof

08.01.2026 7,5 km Sprint – Platz 30 (2/0)

10.01.2026 4x 6 km Staffel – Platz 3 (0+5/1+8)

11.01.2026 10 km Verfolgung – Platz 23 (2/0/1/0)

 

Im Sprint versuchte ich von Beginn an aggressiv loszulaufen, wurde jedoch im Liegendschießen ausgebremst. Zwei Fehler warfen mich zurück. Die Windfahne drehte sich während des Einrichtens – Pech. Trotz der zwei Fehler versuchte ich, noch alles aus mir herauszuholen. Am Ende war es Platz 30, und vor allem läuferisch habe ich gesehen, dass die Form stimmt, obwohl ich aufgrund der hohen Startnummer viel alleine laufen musste.

 

Für die Staffel wurde ich als Startläuferin aufgestellt – eine Position, die ich nur sehr selten laufe. In der ersten Runde tat ich mich schwer, aus dem Gewusel herauszukommen, während vorne Frankreich und Schweden eine Lücke rissen. Das Liegendschießen lief sehr gut, im Stehendschießen musste ich jedoch in die Strafrunde. Durch die Kälte hatte ich kein Gefühl in den Fingern und spürte den Abzug kaum. Dank einer starken Teamleistung konnten wir uns am Ende dennoch über einen dritten Platz freuen. 

 

In der Verfolgung lautete das Ziel klar: Angriff auf die Top 15. Leider startete ich auch hier alles andere als optimal ins Rennen und leistete mir gleich zwei Fehler im ersten Anschlag. Danach kam ich besser ins Rennen. Mit nur einem weiteren Fehler und einer ordentlichen Laufleistung konnte ich noch einige Plätze gutmachen. Die aufsteigende Form war definitiv da und genau das sollte mir Selbstvertrauen für den Schießstand und die kommenden Rennen geben.

Archiv: 2026 2025

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